DG2MDJ, Wolfgang Hartmuth

QTH: Augsburg 469m asl * JN58LJ * ITU 28 * WAZ 14 * DOK T19


Open Source


Open Source

Open Source heißt auf Deutsch übersetzt soviel wie "Quelloffen". Das bedeutet, dass die Quellen zu einer Software offen sind und jederzeit von jedermann nicht nur einsehbar, sondern dürfen auch verändert werden. Der neue veränderte Quellkode kann, ja soll dann auch wieder veröffentlicht werden. Dadurch können auch sehr komplexe Softwareprojekte verwirklicht werden, an denen dann oft sehr viele Programmierer weltweit über das Internet zusammenarbeiten. Ein weiterer Vorteil ist die Sicherheit. Viele Entwickler haben Einsicht in den Quellcode, damit ist es sehr schwer Trojaner, Bots oder ähnlichen Schadcode einzubauen.


Geschichtliches

Zu Anfang der Cumputerzeit wurde Software noch kostenlos und sehr oft auch im Quellcode den Computern mitgegeben. In den späten '70ern kamen dann die großen Computerfirmen auf eine neue Geschäftsindee. Software wurde nicht mehr kostenlos und erst Recht nicht mehr als Quelle weitergegeben, sondern wurde fortan verkauft. Verkauft wurde dabei nicht die Software sondern nur das Nutzungsrecht, also eine Lizenz zur beschränkten Nutzung. Vielen Anwendern gefiel das nicht so ganz. Sie glaubten, dass Software und die dazugehörige Quelle weiterhin frei verfügbar sein sollte, denn nur so würde sich die Software in hoher Qualität zum Nutzen aller weiterentwickeln. Bereits 1983 begann Richard Stallman mit dem GNU-Projekt. Das Ziel war eigentlich die Entwicklung eines frei verfügbaren Unix-kompatiblen Betriebssystems, Hurd genannt. Im Jahre 1985 gründete er die Free Software Foundation. Erste Projekte, die unter der Copyleft Lizenz veröffentlicht wurden waren der frei programmierbar Editor EMACS, der Debugger gdb oder der C-Compiler gcc. Leider gibt es bis heute kein brauchbares GNU-Betriebssystem. Ein anderes hat statt desses seinen Platz eingenommen. Ein Student aus Finnland mit Namen Linus Thorvalds veröffentlichte im August 1991 seine Version eines Unix-ähnlichen Betriebssystems, das ein großer Erfolg werden soll.


Open Source Lizenzen

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Copyleft Lizenz zu einer ausgewachsenen Lizenz der Gnu General Public License, kurz GPL genannt. Die Lizenz besagt, kurz, dass jeder der eine Progamm entwickelt es unter die GPL stellen kann. Voraussetztung ist, dass jeder nicht nur über die Quellen verfügen darf, sondern diese auch verändern darf. Voraussetzung ist, dass alle Änderungen oder daraus abgeleiteten Werk auch wieder unter die GPL gestellt werden. Man versprach sich davon eine sehr dynamische und stürmische (heute würde man agil sagen) Weiterentwicklung und Verbesserung der Programme. Diese Aussage muss allerdings relativiert werden. Sie gilt sicher für große Softwareprojekt von großem öffentlichem Interesse. Kleine Projekte dümpeln so vor sich hin und es ändern sich wenig. Drei sehr bekannte sich äußerst dynamisch entwickelnde Beispiele sind Linux, KDE und Gnome. Eines der größten Sammelbecken für freie Software ist Github.

Last modified: 2020-05-10 18:07:16 UTC